Patients & family

Neue Wege bei der Krebsbekämpfung

Weil uns Ihre Lebensqualität wichtig ist – während und nach der Behandlung

Bei IBA arbeiten wir täglich eng mit Ihren klinischen Partnern zusammen, um die Grenzen der Krebsbehandlung zu überwinden. Wir wissen aber auch, wie schwer es für Patienten ist, die richtigen Behandlungsentscheidungen zu treffen, wenn sie mit einer derart schwierigen Situation konfrontiert sind …

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen Informationen zur Verfügung, anhand derer Sie die Protonentherapie besser verstehen können. Anschließend können Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, ob diese Behandlungsform für Ihre Krankheit geeignet ist.

Wir möchten darauf hinweisen, dass IBA nicht den behandelnden Arzt ersetzen kann. Wir können keine Konsultationen zu Erkrankungen durchführen. Wir haben allerdings einige nützliche Informationen und Links zu spezialisierten Institutionen zusammengestellt. Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen weiterhelfen und dass Sie die notwendige Unterstützung finden, um die für Sie geeignete Krebsbehandlung auszuwählen. 

Wie kann ich von der Protonentherapie profitieren?

  • Minimierung der Strahlenbelastung für das gesunde Gewebe
  • Potenziell geringeres Risiko für Sekundärtumore
  • Potenziell geringeres Risiko für Nebenwirkungen
  • Potenzielle Verbesserung der Lebensqualität während und nach der Behandlung
  • Möglichkeit der Wiederholungsbehandlung bei Rezidiv
  • Bei problematischen Krebserkrankungen, wenn die herkömmliche Strahlentherapie ihre Grenzen erreicht hat

Die Protonentherapie gilt als die fortschrittlichste Strahlenbehandlung für viele Krebsarten

Die Protonentherapie wird heutzutage zur Behandlung verschiedener Krebsarten eingesetzt und eignet sich besonders für Situationen, in denen Behandlungsoptionen begrenzt sind, oder die für Sie als Patienten ein nicht zu verantwortendes Risiko darstellen.

Pädiatrische Tumoren

Protonentherapie bei pädiatrischen Tumoren

Eine Krebsbehandlung mit möglichst geringem Risiko für Nebenwirkungen ist besonders bei Kindern von höchster Bedeutung. Tumorzellen reagieren empfindlich auf Strahlen, da sie sich schnell teilen. Diese Eigenschaft wird bei der Behandlung von Krebs ausgenutzt. Bei Kindern in der Wachstumsphase besteht jedoch der ganze Körper aus schnellwachsendem Gewebe, so dass sie gegenüber der Toxizität der Strahlentherapie anfälliger sind. Da Protonen präzise kontrolliert werden können, geben sie weniger Strahlung an das gesunde Gewebe ab, so dass schwere Komplikationen sowie kurz- und langfristige Nebenwirkungen vermieden werden. Bei der Behandlung von soliden Tumoren bei Kindern – besonders in der Nähe von empfindlichen Organen wie Gehirn, Rückenmark, Augen, Herz usw. – ist die Protonentherapie besonders vielversprechend.


Sind Sie mit der belastenden Krebserkrankung Ihres Kindes konfrontiert? Laden Sie diesen interessanten Leitfaden für Eltern herunter.

GehirnTumoren

Protonentherapie bei Gehirntumor

Bei der Behandlung von Gehirntumor ist häufig eine Kombination aus chirurgischen Maßnahmen, Strahlentherapie und Chemotherapie erforderlich. Ist eine Bestrahlung indiziert, ist es aufgrund der Nähe zum lebenswichtigen gesunden Gehirngewebe, den Augen und den Sehnerven von entscheidender Bedeutung, die Dosis präzise auf den Tumor zu richten. Die Protonentherapie ist daher die bevorzugte Behandlungsmethode im Vergleich zur herkömmlichen Röntgentherapie, da eine geringere Dosis an das gesunde Gewebe abgegeben wird und so weniger Nebenwirkungen auftreten, wie neurologische Dysfunktionen und SekundärTumoren.

Schädelbasis- und WirbelsäulenTumoren

Protonentherapie bei Schädelbasis- und WirbelsäulenTumoren

Tumoren an der Schädelbasis, zu denen das Chordom und das Chondrosarkom gehören, sind aufgrund ihrer Nähe zu kritischen Strukturen wie Hirnstamm, Gehirn, Hirn- und Sehnerven besonders schwer zu behandeln. Die Protonentherapie ist besonders für diese Tumorarten geeignet, da die Strahlendosis auf das gesunde Gewebe minimiert und gleichzeitig eine hohe Dosis genau auf den Tumor gerichtet werden kann, so dass es zu besseren Ergebnissen und weniger Nebenwirkungen kommt. Ebenso verhält es sich bei der Behandlung von Tumoren in der Nähe der Wirbelsäule: die Protonentherapie reduziert die Strahlenbelastung für die Lunge und minimiert so Atemprobleme und andere Komplikationen, die normalerweise bei einer konventionellen Röntgentherapie auftreten.

Kopf-Hals-Tumoren

Protonentherapie bei Kopf-Hals-Karzinomen

In den USA werden jährlich bei mehr als 65.000 Patienten Kopf-Hals-Karzinome diagnostiziert. Aufgrund der Nähe zu empfindlichen Organen wie Rückenmark, Augen, Sehnerven, Ohren, Speicheldrüsen, Kiefer usw. ist die Protonentherapie besonders für die Behandlung dieser Tumoren geeignet, da Protonen mit größerer Genauigkeit kontrolliert werden können als Röntgenstrahlen. Es wird mehr Energie für die Zerstörung des Tumors aufgewendet und weniger Strahlen treffen auf das umgebende gesunde Gewebe. Dies führt zu einem geringeren Risiko für Nebenwirkungen wie Erblindung, Knochenverletzungen, Verschlechterung des Hörvermögens, Mundtrockenheit und sekundäre Malignome. In den USA werden jährlich bei mehr als 65.000 Patienten Kopf-Hals-Karzinome diagnostiziert. Aufgrund der Nähe zu empfindlichen Organen wie Rückenmark, Augen, Sehnerven, Ohren, Speicheldrüsen, Kiefer usw. ist die Protonentherapie besonders für die Behandlung dieser Tumoren geeignet, da Protonen mit größerer Genauigkeit kontrolliert werden können als Röntgenstrahlen. Es wird mehr Energie für die Zerstörung des Tumors aufgewendet und weniger Strahlen treffen auf das umgebende gesunde Gewebe. Dies führt zu einem geringeren Risiko für Nebenwirkungen wie Erblindung, Knochenverletzungen, Verschlechterung des Hörvermögens, Mundtrockenheit und sekundäre Malignome.

AugenTumoren

Protonentherapie bei AugenTumoren

AugenTumoren sind selten und können aufgrund der Nähe zu lebenswichtigen Organen und empfindlichem Gewebe schwer zu behandeln sein. Da Protonen einfacher kontrolliert werden können als herkömmliche Röntgenstrahlen, können sie wirkungsvolle Strahlendosen an der Tumorstelle abgeben, ohne dass unnötiger Schaden am umgebenden Gewebe in den Augen und am Kopf entsteht. Das Risiko von Nebenwirkungen wird dadurch reduziert. Das Aderhautmelanom ist der häufigste Augentumor. Mithilfe der Protonentherapie können das Auge und die Sehkraft des Patienten erhalten werden, da Beschädigungen von Hornhaut, Linse, Netzhaut, Sehgrube oder Sehnerv minimiert werden. Gleichzeitig ist sie die bevorzugte Behandlungsmethode bei AugenTumoren, die in der Nähe des Sehnervs oder der Makula liegen.

LungenTumoren

Protonentherapie bei Lungenkrebs

Lungenkrebs ist weltweit die Haupttodesursache durch Krebs bei Männern. Da durch chirurgische Verfahren und Chemotherapie normalerweise nicht 100 % der Krebszellen entfernt werden können, ist die Bestrahlung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Im Vergleich zu herkömmlichen Röntgenstrahlen bieten die einzigartigen Eigenschaften der Protonen eine ähnliche Wirksamkeit bei der Bekämpfung der Krebszellen und führen gleichzeitig zu einer Reduzierung der Strahlendosis für Herz, gesundes Lungengewebe, Speiseröhre und Knochenmark. Die Nebenwirkungen der Behandlung, wie z. B. Pneumonitis, Ösophagitis und Erschöpfung, lassen sich so reduzieren und bei Bedarf kann eine intensivere Chemotherapie verabreicht werden

BrustTumoren

Protonentherapie bei Brustkrebs

Eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Selbst wenn mit der herkömmlichen Röntgentherapie jahrzehntelang das Leben vieler Frauen gerettet werden konnte, werden bei dieser Bestrahlungsform Herz, Lunge und andere Organe den toxischen Dosen ausgesetzt. Dies kann zu einem erhöhten Risiko für Nebenwirkungen wie koronare Herzerkrankung, Lungenvernarbung und sekundäre Malignome führen. Dank ihrer einzigartigen Eigenschaften ermöglicht die Protonentherapie eine Reduzierung der übermäßigen Bestrahlung des gesunden Gewebes und der gesunden Organe. Dies ist besonders bei linksseitigem Brustkrebs durch die Nähe zum Herzen von Bedeutung, da hier ein höheres Risiko für strahleninduzierte kardiovaskuläre Erkrankungen besteht.

Magen-Darm-Tumoren

Protonentherapie bei Magen-Darm-Krebs

Bei der Behandlung von Tumoren im Magen-Darm-Trakt ist oft eine Kombination von Strahlentherapie, Chemotherapie und chirurgischen Maßnahmen erforderlich, die durch die Nähe zu vielen wichtigen Organen im Bauchraum für Patienten möglicherweise nur schwer verträglich ist. Wenn ein hohes Risiko besteht, das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen, kommt die konventionelle Röntgenbestrahlung gar nicht in Frage. Für diese Patienten kann die Protonentherapie die rettende Alternative sein, da Protonen mit höherer Genauigkeit so kontrolliert werden können, dass sie mehr Energie direkt am Tumor abgegeben. So wird die Strahlendosis am gesunden Gewebe deutlich reduziert und es entstehen weniger Nebenwirkungen.

ProstataTumoren

Protonentherapie bei Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern weltweit, aber die traditionelle Behandlung mit chirurgischen Maßnahmen und Bestrahlung birgt das Risiko für schwere Toxizität. Aufgrund der Nähe zu kritischen Strukturen, wie wichtigen Nerven, dem Rektum und der Blase, kann die Strahlenbelastung durch konventionelle Röntgenstrahlen zu Potenzstörungen, Harninkontinenz, rektalen Verletzungen und Sekundärtumore führen. Die Protonentherapie kann jedoch das Risiko für Schäden an umgebenden Organen reduzieren, die durch übermäßige Bestrahlung verursacht werden. Da Protonen genau auf den Tumor gerichtet werden können, bietet diese Therapie eine hervorragende Tumorkontrolle, senkt das Risiko für Gewebeschäden und ermöglicht eine bessere Lebensqualität.

Gynäkologische Tumoren

Protonentherapie bei gynäkologischen Krebserkrankungen

Gynäkologische Krebserkrankungen, wie Gebärmutterhals-, Endometrium-, Gebärmutterkrebs, Vaginalkrebs und Vulvakarzinom, sind geeignete Indikationen für eine Protonentherapie. Da höhere Strahlendosen auf den Tumor gerichtet werden können, ohne das umliegende gesunde Gewebe und Organe zu schädigen, hat die Protonentherapie das Potenzial, weniger kurz- und langfristige Nebenwirkungen zu verursachen. Dazu gehören insbesondere Nebenwirkungen für Dünndarm, Dickdarm, Blase, Nieren und Knochenmark des Beckens, so dass die Auswirkungen auf Blasen- und Darmfunktionen im Vergleich zur konventionellen Röntgentherapie reduziert werden können. Die Protonentherapie kann auch dazu beitragen, die Hormonfunktion bei jungen Frauen zu erhalten, da die Eierstöcke nicht geschädigt werden.

Erneute Bestrahlung

Protonentherapie bei erneuter Bestrahlung

Wenn Teile des Körpers zum zweiten Mal bestrahlt werden, ist das Risiko für kurz- oder langfristige Nebenwirkungen durch die Strahlentoxizität erhöht. Im Gegensatz zur herkömmlichen Röntgenstrahlung können Protonen eine höhere Strahlungsdosis direkt innerhalb des Tumors abgeben, so dass das umgebende gesunde Gewebe geschont wird. Die Protonentherapie ist daher für die erneute Bestrahlung von fast allen Körperstellen geeignet. Da Patienten mit rezidivierenden Krankheiten bereits Bestrahlungen aufgrund der vorhergehenden Krebserkrankungen erhalten haben, ist die zielgenaue Protonentherapie für sie optimal geeignet, da diese die Belastung für normales Gewebe reduziert und zu besseren Ergebnissen führen kann.

Andere

Protonentherapie bei anderen Krebserkrankungen

Die Protonentherapie ist die bevorzugte Behandlungsmethode bei vielen anderen Krebsindikationen, wie Knochenkrebs, Hautkrebs, Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs, Lymphomen usw. Im Prinzip kann jeder Patient, bei dem ein Tumor in der Nähe von empfindlichem Gewebe oder Organen liegt, von dieser Therapie profitieren, da Protonen die Eigenschaft haben, die Strahlendosis direkt auf den Tumor zu richten und das umliegende gesunde Gewebe zu verschonen. Lymphome können beispielsweise an verschiedenen Körperstellen auftreten, auch in der Nähe von wichtigen Organen, wie Lunge, Herz, Speiseröhre, Brust und Rückenmark. Bei diesen Patienten kann die Protonentherapie das Risiko von strahleninduziertem Brustkrebs, Lungenkrebs, Magenkrebs und von Herzproblemen reduzieren.

So finden Sie das nächstgelegene Protonentherapiezentrum mit IBA-Ausstattung

Es gibt weltweit über 20 aktive Protonentherapiezentren.

Verwenden Sie die unten stehende Karte, um mehr über diese Zentren und ihre Behandlungsschwerpunkte zu erfahren.

Klicken Sie auf die Kreise, um die IBA-Protonentherapiezentren in Ihrer Nähe zu finden.

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Von nun an sind Sie auf dem Weg der Besserung: Wie geht es jetzt weiter?

Möchten Sie abklären, ob die Protonentherapie für Ihre Erkrankung geeignet ist? Dann informieren Sie sich über die nächsten Schritte, die für den Start einer Protonentherapie erforderlich sind.
Sprechen Sie mit Ihrem Onkologen
Kontaktieren Sie ein Protonentherapiezentrum
Informieren Sie sich
Sprechen Sie mit Ihrem Onkologen

Zunächst sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über die Protonentherapie sprechen. In der Onkologie gibt es ein so breites Spektrum an Spezialgebieten, dass die behandelnden Ärzte nicht immer jede Besonderheit kennen können. Wir haben einige interessante wissenschaftliche Publikationen zusammengestellt, die Ihrem Onkologen eine bessere Übersicht über die klinischen Vorteile der Protonentherapie geben können. Sie können die Datei über unsere Website herunterladen. Zudem sind mehrere Whitepapers für verschiedene Indikationen verfügbar.

Im Allgemeinen wird die Protonentherapie besonders bei den folgenden Indikationen empfohlen:

Auch die folgenden Informationsquellen können für Ihren Arzt interessant sein:

Beachten Sie bitte auch, dass das Gesundheitswesen durch Gesetze geregelt wird, die sich auf die Verschreibung von Behandlungsmodalitäten oder die Erstattung durch die Krankenversicherungen auswirken. Patienten aus EU-Ländern können das S2-Formular nutzen und eine grenzübergreifende Behandlung wahrnehmen.

Kontaktieren Sie ein Protonentherapiezentrum in Ihrer Nähe

Der nächste empfohlene Schritt ist die direkte Kontaktaufnahme mit einem der Zentren, die Protonentherapie anbieten. Dort kann man Sie am besten darüber aufklären, ob sich die Protonentherapie für Ihre Situation eignet. Sie müssen Ihre Krankenakte zur Verfügung stellen, damit Ihre Erkrankung beurteilt werden kann. Im Idealfall sollten Sie die letzten Arztberichte in elektronischer Form bereithalten, wenn Sie Kontakt aufnehmen.

Folgende Informationen werden benötigt:
•Aktueller Arztbericht
•CT- oder MRT-Scans

IBA-Therapiezentren finden: Wählen Sie entweder Ihre Indikation oder eine geografischen Region aus.

Auf dieser Karte sind nur die Protonentherapiezentren aufgeführt, die Partner von IBA sind und aktuell in Betrieb sind. Es gibt noch weitere Protonentherapiezentren und weitere befinden sich im Bau. Die vollständige Inbetriebnahme wird in naher Zukunft erwartet.

Eine umfassende Liste der Protonentherapiezentren finden Sie auf der Website Proton Therapy Today

Oder

The Particle Therapy Co-Operative Group. 

Lesen Sie weitere Informationen über die Protonentherapie

Erfahrungsberichte

Viele Patienten sind an den Erfahrungen von bereits behandelten Patienten mit ähnlichen Erkrankungen interessiert. Die meisten der hier aufgeführten Protonentherapiezentren veröffentlichen die Erfahrungen anderer Patienten auf ihren Websites. Darüber hinaus finden Sie nachstehend eine Liste von Verbänden, die Ihnen weitere Informationen zur Verfügung stellen oder den Zugang zur Protonentherapie erleichtern können.

Verbände

Nachfolgend finden Sie eine Liste von Verbänden, die Ihnen weitere Informationen zur Verfügung stellen oder den Zugang zur Protonentherapie erleichtern können.