Proton therapy Medical facts

Medizinische Fakten zur Protonentherapie

Die Protonentherapie gilt als die fortschrittlichste Form
der heute verfügbaren Strahlungstherapien

In entwickelten Märkten ist in ca. 35 % der Krebsfälle (> 60 % in den USA) eine Bestrahlungstherapie allein oder in Kombination mit anderen Behandlungen wie chirurgischen oder chemotherapeutischen Verfahren erforderlich. Das Minimieren der Strahlengesamtbelastung für das gesunde Gewebe war immer ein wichtiger Aspekt bei der Strahlentherapie. Aus diesem Grund bietet die Protonentherapie einen echten Vorteil im Vergleich zu anderen Formen der Strahlenbehandlung.

Die wichtigsten Merkmale der Protonentherapie

Vorteile des Bragg-Peaks

Die Protonentherapie ist eine fortschrittliche Form der Strahlentherapie, bei der ein energiereicher Protonenstrahl zur Krebsbehandlung eingesetzt wird. Im Gegensatz zur herkömmlichen, photonenbasierten Strahlentherapie wird der Protonenstrahl präzise auf das Tumorgewebe gerichtet und der größte Teil der schädigenden Energie wird direkt im Tumorherd entladen. Durch diesen als Bragg-Peak bekannten Effekt werden Nebenwirkungen für das umliegende gesunde Gewebe reduziert. In den mit IBA-Technologie ausgestatteten Protonentherapiezentren beschleunigen Zyklotronen die Protonen auf eine extrem hohe Geschwindigkeit und erzeugen einen kontrollierten Strahl, der in den Behandlungsräumen sehr präzise über einen Strahlkopf auf den jeweiligen Tumor gerichtet wird.

Die Protonentherapie bietet großes Potenzial für die Reduzierung von Nebenwirkungen, für die Verbesserung der Gesamtergebnisse in der Krebsbehandlung und für eine bessere Lebensqualität der Patienten.

Präzise Dosisabgabe

Technologische Fortschritte in der konventionellen externen Strahlentherapie haben zu einem neuen Ansatz geführt: die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT, Intensity Modulated Radiation Therapy). Damit die notwendige Dosierung erreicht wird, wird bei der IMRT die Anzahl der benötigten Strahlen multipliziert und überschüssige Dosen gelangen in das umliegende, gesunde Gewebe. Patienten sind dadurch während der IMRT-Behandlung einer viel höheren Integraldosis ausgesetzt als bei einer vergleichbaren Behandlung mit Protonentherapie. Bei der Protonentherapie wird die Abgabe einer unnötigen Dosis in das umliegende, gesunde Gewebe vermieden, da aufgrund der physikalischen Eigenschaften der Protonen eine hochkonforme Therapie ermöglicht wird. Bei der Protonentherapie werden hochenergetische Strahlen direkt auf den Tumor gerichtet.

Die Behandlungsform der Zukunft

Die Protonentherapie wird heutzutage zur Behandlung verschiedener Krebsarten eingesetzt und eignet sich besonders für Situationen, in denen nur begrenzte Therapieoptionen zur Verfügung stehen und in denen die herkömmliche Strahlentherapie ein nicht zu verantwortendes Risiko für die Patienten darstellt.

Dazu gehören Augen- und Hirntumore, Kopf-Hals-Karzinome, Prostata-, Leber-, Lungen- und Brustkrebs, Tumoren im Kindesalter sowie andere Tumore in unmittelbarer Nähe zu kritischen Strukturen. Während die Protonentherapie laut Expertenberichten und der Erfahrung der großen akademischen Lehranstalten heute weniger als 1 % der strahlentherapeutischen Behandlungen ausmacht, könnten mindestens 20 % der Patienten von der Protonentherapie profitieren.

Immer mehr Studien belegen die klinischen Vorteile der Protonentherapie

Die Protonentherapie findet in medizinischen Fachkreisen zunehmend an Beachtung. Immer mehr Patienten werden einer Protonentherapie unterzogen. Das steigende Interesse spiegelt sich außerdem in der zunehmenden Menge an klinischen Studien wider, die uns bereits heute zur Verfügung stehen.  

Nützliche Dokumente Whitepapers und Publikationen

In diesem Whitepaper erfahren Sie mehr über die Vorteile der Protonentherapie und über die neuesten Studien.

Wussten Sie schon?

Die Anzahl der Protonentherapiepatienten wird von 16.200 (2015) bis zu 300.000 Patienten im Jahr 2030 ansteigen.

(Quelle: MEDRays Intell Proton Therapy World Market Report 2015)